TSV Gochsheim II – SG Eisenheim/Wipfeld 1:1 (0:1)
Im Duell der punktgleichen Tabellennachbarn wollten beide Teams mit einem Sieg den Anschluss an die Spitzengruppe halten. Gespielt wurde auf dem tiefen Hauptplatz in Gochsheim, was beiden Mannschaften einiges an Kraft abverlangte.
Die SG startete engagiert und setzte früh erste Akzente. Bereits in der dritten Minute sorgte Ben Schuler mit einem Warnschuss für Gefahr. Auch danach entwickelte sich eine offene Partie mit Chancen auf beiden Seiten – unter anderem für Kapitän Jan Reich in der 13. Minute. In der 16. Spielminute wurde das mutige Auftreten der SG schließlich belohnt: Nach feiner Vorarbeit von Schuler blieb Laurent Stütz im Strafraum eiskalt und traf per Flachschuss an den Innenpfosten zum 0:1.
Bis zur Pause blieb es ein ausgeglichenes Spiel, Gochsheim kam in der 32. Minute per Kopfball zur besten Gelegenheit, die SG verteidigte aber aufmerksam.
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gastgeber zunehmend die Kontrolle. Die SG tat sich nun schwer, den Ball sauber aus der eigenen Hälfte zu spielen. In der 52. Minute vergab Gochsheim zunächst eine große Chance, ehe kurz darauf ein Steckpass den Weg in den Strafraum fand – der Querpass wurde verwertet, und das 1:1 war die Folge.
Die Hausherren blieben in dieser Phase griffiger und aggressiver, doch SG-Torwart Maxi Schanz verhinderte in der 65. Minute mit einer starken Parade den Rückstand. Im Gegenzug hatte Jan Reich die große Möglichkeit zur erneuten Führung, sein Heber über den Keeper verfehlte das Ziel jedoch knapp.
In der 75. sorgte in der bis dahin hart aber fair geführten Partie eine unschöne Szene für Aufregung: Der Gochsheimer Kapitän, ein erfahrener, ehemaliger Landesligaspieler, leistete sich nach einem nicht geahndeten Foul an Linus Köhler mehrere Unsportlichkeiten. Der Schiedsrichter zeigte zur Beruhigung der Lage zunächst Benne Gehring (warum?) und den Gastgeberkaptän die Zeitstrafe, schickte den hitzköpfigen Gochsheimer nach weiterem Gekasper jedoch folgerichtig mit Gelb-Rot vom Platz, wo er sich dann noch am Linienrichter abarbeiten wollte... unnötig, das Ganze.
Den anschließenden Freistoß aus vielversprechender Position setzte Laurent Stütz an den Außenpfosten – die passende Antwort blieb damit leider aus. In der Schlussphase, zunächst im Zehn-gegen-Zehn und später in Überzahl, fehlten der SG trotz großem Einsatz die Kräfte und die klaren Aktionen, um das Spiel noch zu drehen.
Am Ende steht ein leistungsgerechtes Unentschieden, das beiden Mannschaften in der Tabelle nicht entscheidend weiterhilft.