SG Eisenheim/Wipfeld – SC Geusfeld/Untersteinbach 2:2
Nach dem desaströsen Hinspiel gegen die aktuell auf dem Abstiegsrelegationsplatz stehende Elf aus dem Steigerwald war im Heimspiel in Obereisenheim Wiedergutmachung angesagt. Trotz frischer Temperaturen fanden sich zahlreiche Zuschauer ein – wohl auch in der Hoffnung, diesmal eine andere SG zu sehen. Und diese wurde zunächst nicht enttäuscht.
Die Hausherren begannen konzentriert, pressten hoch und übernahmen direkt die Kontrolle. Bereits in der 7. Minute klingelte es beinahe im Geusfelder Kasten: Nach einer Ecke setzte Jakob Denner den Ball an die Latte, den Abpraller nahm Jan Reich auf – und wurde klar von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Ben Schuler souverän zur frühen Führung. Kurz darauf hätte Schuler per Kopf beinahe nachgelegt, verpasste aber knapp.
Doch dann schlich sich ein bekanntes Muster ein – eines, das unangenehme Erinnerungen an das Hinspiel weckte. In der 24. Minute leistete sich die SG einen folgenschweren Fehlpass im Aufbauspiel, der Gästestürmer sagte „Danke“, umkurvte den herauseilenden Keeper und schob zum Ausgleich ein. Bitter zudem: Kurz zuvor musste Spielgestalter Laurent Stütz verletzungsbedingt vom Feld, was dem Offensivspiel der SG merklich die Kreativität nahm.
Geusfeld stellte sich in der Folge kompakt an der Mittellinie auf, kämpfte um jeden Ball und machte die Räume eng. Das Spiel unserer SG wurde zunehmend statisch und ideenarm, echte Torchancen blieben Mangelware.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig: Die SG rannte an, Geusfeld lauerte. Und wurde belohnt – wenn auch auf spektakuläre Art und Weise. In der 61. Minute fasste sich der Geusfelder Kapitän ein Herz und jagte den Ball aus rund 30 Metern unhaltbar in den Winkel. In der Folge witterten die Gäste ihre Chance und waren nun deutlich präsenter.
Die SG brauchte bis in die Schlussphase, um wieder zwingend zu werden. In der 86. Minute dann die große Gelegenheit: Nach einem Kopfball von Ben Schuler klärte der Gästekapitän auf der Linie – allerdings regelwidrig mit der Hand. Die logische Folge: Rote Karte und Elfmeter. Schuler blieb erneut cool und stellte auf 2:2. Mit einem Mann mehr wachte die SG endlich auf und warf in den letzten Minuten alles nach vorne. Der Lucky Punch lag in der Luft, doch unter anderem verpasste Phillip Lother per Kopf die Entscheidung. So blieb es beim Unentschieden.
Am Ende ein Ergebnis, das sich eher nach zwei verlorenen Punkten anfühlt. – Gemessen an den eigenen Ansprüchen und Fähigkeiten sollten solche Spiel gewonnen werden. Ein kleiner Trost bleibt dennoch: Der Abstand auf die Gäste und damit der Abstiegsrelegation beträgt weiterhin sieben Punkte. Nicht komfortabel, aber bei nur noch 6 verbleibenden Spielen schrillen noch keine Alarmglocken. Am Ostersamstag steht der SG mit Wiesentheit erneut ein Gegner aus dem Tabellenkeller gegenüber. Dann sollten mal wieder drei Punkte eingefahren werden...
Die zweite Mannschaft war an diesem Wochenende spielfrei.